Workshop

Werkstatt für Mehrchörigkeit, Diminution und Consort-Kultur

Das Weckmann-Consort steht fuer Frühbarock als Gegenwart: rhetorisch pointiert, historisch informiert und quellenbasiert.
Unter der künstlerischen Leitung von Lea Suter entstehen Programme, die die Affekte dieser Musik unmittelbar erfahrbar machen.

4x4 Goldene Jubilare der Vokalpolyphonie

30. April – 3. Mai 2026 | Fulda

Wim Becu | Barockposaune, Ensembleleitung

Bettina Pahn | Gesang, Diminution & Rhethorik

Weckmann-Consort |

Lea Suter, Orgel & historische Notation

Juan González, Barockposaune & Diminution

Josquin Piguet, Zink & Diminution

Christine Vogel, Viola da Gamba & Consort

Carla Linné, Violine & Tanz

Clemens Schlemmer, Dulzian & Consort

In Kooperation mit:

Kulturamt, Fulda

Dom Musik, Fulda

Christuskirche, Fulda

KreisMusikSchule, Fulda

Musikschule der Stadt Fulda

Datum & Ort

Do. 30. April 2026 Eröffnungskonzert | 20 Uhr, Christus Kirche, Fulda

Fr. 1. Mai 2026 Einzelunterricht ab 10 Uhr | Dom zu Fulda

Fr. 1. ab 16 Uhr – So. 3. Mai 2026 Gruppenunterricht | Dom zu Fulda

So. 3. Mai 2026 Abschlusskonzerte | 10 Uhr, Dom. 16 Uhr, Christus Kirche Fulda

Das Weckmann-Consort lädt gemeinsam mit dem Barockposaunisten Wim Becu (Barockposaune, Ensembleleitung) und der Sopranistin Bettina Pahn (Gesang) zum I. Festival für Alte Musik und einem intensiven Workshop-Wochenende nach Fulda ein. Im Mittelpunkt stehen Meisterwerke der deutschen und italienischen Vokalpolyphonie – von der Renaissance-Idiomatik über die Blüte der Mehrchörigkeit bis zu den Anfängen der Monodie mit historischen Instrumenten erlernen, erproben und erleben. Dabei wird der Raum selbst zum „Co-Dozenten“: Klangbalance, Artikulation und Textverständlichkeit werden im realen Kirchenraum unmittelbar erlebbar.

Unter dem Motto „4×4 Goldene Jubilare“ feiern wir vier Komponisten, die den Kulturtransfer zwischen Italien und Deutschland exemplarisch verkörpern und die Musizierpraxis des 17. Jahrhunderts prägen: Francesco Cavalli, Sebastian Knüpfer, Daniel Selichius und Francesco Rognoni. Der Schwerpunkt liegt auf der concertierenden Kirchenmusik, mehrchöriger Klangarchitektur sowie der Kunst der Diminution/Verzierung als historisch informierter Improvisationspraxis – stets mit dem Ziel, dass diese Musik nicht museal, sondern zwingend lebendig wirkt. Ergänzend öffnet ein Blick auf frühe dramatische Formen (u. a. im Umfeld Cavalieris) die Perspektive auf Textdrama, Prosodie und Affektführung.

Der Kurs richtet sich an fortgeschrittene Amateur:innen, Studierende und Profis, die sich in der Alten Musik weiterbilden möchten – insbesondere in Gesang, Zink, Barockposaune, Violine, Viola da Gamba, Blockflöte und Dulzian. Gearbeitet wird in Gruppen- und Einzelunterricht mit Fokus auf Ensemblekultur, Mischklang, rhetorischer Textarbeit, historischer Notation und stilgerechter Verzierung.

Programm (Auswahl):

Francesco Cavalli (1602-1676)                 
Kyrie, Gloria, Credo (Missa concertata à 8)
Sonata à 12

Francesco Rognoni (? – 1626)                   
Pulchra es, amica mea

Sebastian Knüpfer (1633–1676)    
Was mein Gott will, das g’scheh allzeit   à 17

Daniel Selichius (1581-1626)          
Gott sei uns gnädig à 11

Jauchzet dem Herrn ihr Völker all à 10

Herr, wie lange willst du mein so gar vergessen, à due

Emilio de’ Cavalieri (ca.1550 – 1602)       
O che nuovo miracolo (La Pellegrina)

Bartolomeo Barbarino (1568-?)               
Il secondo libro delli mottetti, für 1,2 und 3 Stimmen/Instr.

Teilnehmerzahl: Begrenzt auf 12 InstrumentalistInnen (3 x SATB) und 16 SängerInnen (4 x SATB)

Voraussetzungen: Vom Blatt lesen, das Instrument/die Stimme beherrschen, ausdauernder Ansatz

Stimmton: 440 Hz 1/4 Komma mitteltönig

Anmeldung unter: weckmannconsort@gmail.com

Mit Angabe von Namen, Kontaktdaten, Instrument/Stimme, Erfahrungen und Interesse an Einzelunterricht

Unterkunft: Die Teilnehmer sorgen selbst für Unterkunft und Verpflegung

 

Kursgebühren: Förderer 280€ / Normalpreis 200€ / Studierende, Mitglieder der Dom Musik, KreisMusikSchule und Musikschule der Stadt Fulda.

des Domchores, der Kreismusikschule und der städtischen Musikschule, Fulda 120€

Stichwort: Workshop Alte Musik 2026

Erst nach Eingang der Zahlung ist die Anmeldung rechtskräftig.

Sparkasse Bremen / Konto IBAN DE48 2905 0101 0083 2445 74

„Zärtlichkeit, Schmerz, Begehren waren in dem knapp neunzig Minuten langen, titelreichen Abend immer gegenwärtig… Der schillernd authentische Klang der Instrumente und die Freiheit der melodischen Gestaltung gefangen genommen.“

Günter Matysiak

Workshops der vergangenen Jahren

2025

500 Jahre Palestrina - Meisterwerke der italienischen Vokalpolyphonie

Der Sänger, Kapellmeister und Komponist Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525 – 1594) galt schon in Lebzeiten als „Superstar“ europäischen Rangs der Vokalpolyphonie. Anlässlich seines 500. Geburtsjahres vertiefen wir uns in die Blütezeit seines Musikstils, der Grundlage ist für die wirkungsvolle Mehrchörigkeit, bis hin zu den geistlichen „Concerti“ und „Recitativi“ mit Solostimmen und Basso Continuo.

2024

Vom Glanz der Frankoflämischen Vokalpolyphonie

Vertiefung in die Blütezeit eines Musikstils, der im 16. Jh. an den Höfen und Kathedralen Europas musiziert wurde. Die Franko-Flämischen Komponisten strebten nach einer Musik, die noch reicher und prächtiger mit Sängern und Instrumentalisten besetzt wurde. Sie bildet die Grundlage für die wirkungsvolle Mehrchörigkeit, die sich später in Venedig entwickelte.

2023

Schütz in Italien

Die Künstler

Wim Becu

Renaissance-, Barockposaune und Ensembleleitung

Wim Becu hat an den königlichen Konservatorien in Antwerpen (K. Smits) und Den Haag (C. Toet) studiert. Seine Leidenschaft für Musik und sein unerschöpflicher Enthusiasmus machten ihn zu einem der führenden Interpreten für historische Aufführungspraxis in vielen Ensembles und Orchestern weltweit. Seit weit über dreißig Jahre hinweg musiziert er mit so klangvollen Namen wie Philippe Herreweghe, Jos van Immerseel, Paul Van Nevel, Renè Jacobs, Andrew Parrot, Erik Van Nevel, Jordi Savall, Masaaki Suzuki und Jan Tomasz Adamus. Seit Ende der 1980er Jahre ist er Mitglied bei Concerto Palatino und wirkte seitdem regelmäßig bei Les Sacqueboutiers de Toulouse, His Majestys sagbutts and cornetts und Musica Fiata mit. Bisher hat er ca. 300 CDs aufgenommen.

Mit der Gründung des Ensembles Oltremontano schuf Wim Becu seine eigene Plattform für historische Blechblasinstrumente. In den letzten Jahren widmete sich Wim Becu nicht nur der Erforschung und Rekonstruktion von Musik aus dem 15., 16. und 17. Jahrhundert, sondern auch der Entwicklung der Posaune in der Romantik.

Wim Becu unterrichtet an verschiedenen Akademien in Belgien und ist Hauptfach Dozent Historische Posaune am Koninklijk Conservatorium von Den Haag. 2015 wurde ihm der „Christopher Monk-Award“ für seine „vielen virtuosen Konzerte und Aufnahmen in verschiedenen Stilepochen“ verliehen. Seit 2017 ist er mit seinem Ensemble Oltremontano Antwerpen „Artist in Residence“ im Museum für schöne Kunste in Antwerpen. Er ist „guest conductor“ bei Capella Croviensis, beim „Polish Radio Choir“ und beim Andreas Hofer Festival in Bayern und leitet Masterclasses und Workshops weltweit.

Bettina Pahn

Bettina Pahn

Gesang, Diminution & Rhethorik

Bettina Pahn studierte an der HfM Frankfurt/ Main Konzertgesang und hat im Rahmen ihrer internationalen Konzerttätigkeit als Solistin im Bereich Alter Musik u.a. mit Ton Koopman, Frieder Bernius, Patrick Peire, Fabio Bonizzoni, Pierre Cao und Thomas Hengelbrock zusammengearbeitet. Auftritte in den grossen internationalen Festivals und u.a. in der Carnegie Hall, dem Bolschoi Saal, dem Concertgebouw und der Oper in Sydney prägen ihr Tätigkeitsfeld.

2021 nahm sie Lieder von Fanny Hensel und Clara Schumann mit Christine Schornsheim, Hammerflügel auf (Opus Klassik Nominierung für 2022) und 2022 hat sie mit Juliane Laake, Gambe und Joachim Held, Laute, Liedrepertoire des Jobst von Brandt (1517-1570) für Hänssler Classic, eingespielt.

Es liegen zahlreiche Liedrepertoire-Einspielungen für Hänssler Classic vor und sie war Solistin in der preisgekrönten Gesamtaufnahme des Buxtehude- Kantatenwerkes unter der Leitung von Ton Koopman.

Seit 2017 unterrichtet Bettina Pahn das Fach Gesang Alte Musik an der HfK Bremen. Ihre Studierende sind in der Alten Musik international als Solist*innen gefragt und sie singen u.a. in den renommierten Ensembles „Vox Luminis“ und „Huelgas Ensemble“

Seit 2019 gibt Bettina Pahn Kurse für Barockgesang in Yale-USA, Österreich, Tschechien und Italien.

Ihr großes Interesse gilt der Gesangspraxis,- und Technik von 1550 bis 1750 und der Verzierungspraxis und Rhetorik im deutschen Liedrepertoire der Romantik. Mit Vorträgen wird sie regelmäßig international zu Tagungen und Kongressen eingeladen.

Lea Suter

Cembalo, Orgel und Clavichord - künstlerische Leitung

Die in der Schweiz geborene Cembalistin, Organistin, und Orgelbauerin Suter begeisterte sich bereits in früher Kindheit für die Musik von Bach, insbesondere die für Tasteninstrumente. So baute sie mit 16 Jahren ihr erstes Clavichord und ließ sich später zur Orgelbauerin ausbilden. Im Rahmen dieser Ausbildung arbeitete sie in Siebenbürgen an der Restaurierung von Orgeln des 17. und 18. Jahrhunderts mit, was sie so sehr inspirierte, dass sie anschließend noch ein Studium der Kirchenmusik sowie ein Masterstudium Orgel, Cembalo und Clavichord absolvierte, unter anderem bei Margareta Hürholz, Roland Dopfer, Pieter van Dijk und Menno van Delft. Für die Spielzeit 22/23 erhielt sie das Stipendium #MusikerZukunft der Deutschen Orchester-Stiftung für ihre Auseinandersetzung mit dem Clavichord.

Seither konzertiert sie international als Solistin an Orgel Cembalo und Clavichord und tritt regelmäßig mit Cembalokonzerten von Carl Philipp Emanuel Bach als Solistin mit dem Elbipolis Barockorchester auf. Daneben wirkt sie seit Jahren als Tutorin der internationalen Orgel- und Clavichord-Akademie in Smarano (Italien), vermittelte ihre Begeisterung für historische Tasten aber auch als Lehrbeauftragte am Königlichen Conservatorium Den Haag oder bei „klingenden Führungen“ durch die Instrumentensammlung des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe. Außerdem gilt sie, nachdem sie sich in ihrer Bachelorarbeit auf wissenschaftlicher Ebene mit der praktischen Anwendung historischer Stimmungen auseinandergesetzt hat, auch international als Spezialistin in diesem Bereich.

Dabei wird ihr eigenes Spiel aber nicht nur durch ihre intensive Auseinandersetzung mit den historischen Quellen und ihre Erfahrungen mit Instrumenten als Musikerin beeinflusst, sondern natürlich auch von ihren Kenntnissen aus dem Instrumentenbau. Entsprechend changiert ihre Arbeit zwischen dem Musizieren und dem Forschen am und mit dem Instrument, mit den historischen Quellen und Überlieferungen.

Neben ihrer solistischen Tätigkeit arbeitet Lea Suter als Cembalistin mit dem Ensemble Concierto Ibérico zusammen und gründete im Jahr 2020 das Weckman-Consort, ein Ensemble, mit dem sie vor allem Werke nord- und mitteldeutscher Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts mit mehrmanualigen, historischen Orgeln aufführt. Dabei begreift sie die historischen Instrumente als Referenzen, um dem Klang, den ein Komponist vergangener Epochen jeweils im Ohr gehabt haben mag, möglichst nahe zu kommen. Ihr Solodebut Album veröffentlichte sie 2025 an einem Clavichord nachgebaut nach Jacob Adlung von Joris Potvlieghe beim Label Dabringhaus & Grimm.

Zuletzt experimentierte sie deshalb beispielsweise monatelang mit dem Duo GlossArte, bestehend aus einer historischen Posaune aus der Zeit um 1920 und der historischen Sauer-Orgel um 1928 im Saal der Glocke, dem Bremer Konzerthaus aus derselben Epoche. Daraus entstand auch eine Aufnahme, die im Januar 2022 ebenfalls beim Label Dabringhaus und Grimm veröffentlicht wurde. 2021 erschien auf ihre Initiative beim selben Label ein erstes Klangdokument dieser Sauer-Orgel mit weiteren Organisten.

Juan González Martínez

Renaissance-, Barock- und romantische Posaune

Juan González Martínez gilt als einer der vielseitigsten Posaunisten der Nachwuchsgeneration im Bereich der historischen Aufführungspraxis.
Seine Musikalität und sein spielerisches Können stehen für eine Klangfarbpalette, die ihm eine atemberaubende Ausdrucksfähigkeit genauso im virtuosen, wie im cantablen Spiel ermöglicht.

Posaune studierte der Spanier in seiner Heimatstadt Murcia, wobei seine Faszination für einen hochsensiblen vielschichtigen Klang zu einem Master- im Fach Barockposaune und einem Konzertexamen-Studium in historischer Posaune bei Wim Becu in Bremen und in Den Haag führte.

Juan González Martínez setzt neue Akzente in seinen künstlerischen Projekten als Ensembleleiter und ist Gründungsmitglied von den Ensembles Concierto Ibérico und GlossArte, sowie dem Weckmann Consort (Lea Suter).  Sein unermüdliches Enthusiasmus für neues Posaunenrepertoire führte 2021 zu seiner ersten CD-Aufnahme mit Ersteinspielungen der Romantik beim Label Dabringhaus & Grimm zusammen mit dem Duo GlossArte und dem Franz-Kuhn-Posaunenquartett, aus dessen Anlass er 2022 er als Solist in der Bremer Glocke und der Historischen Stadthalle in Wuppertal debütierte. Im selben Jahr veröffentlichte er mit dem Ensemble Concierto Ibérico die CD “Españoletas“ – eine künstlerische Reflexion über die spanische Einflüsse im Europa des 16. Jahrhunderts. Seine neuen Ansätze in der historischen Aufführungspraxis als Solist pflegt er regelmäßig mit Klangkörpern wie dem Elbipolis Barockorchester Hamburg unter Beachtung der Originalquellen.

Als International gefragter Posaunist tritt Juan González Martínez mit namhaften Orchestern und Ensembles der Alten-Musik-Szene auf, mit denen er zahlreiche live- sowie CD-Aufnahmen veröffentlichte. Unter anderen mit Budapest Festival Orchester (Ivan Fischer), Le Concert Olympique (Jan Cayers), Oltremontano (Wim Becu), Ensemble Correspondances (Sébastien Daucé), Capriccio Stravagante (Skip Sempé), Gli Angeli Genève (Stephan MacLeod), Capella Cracoviensis (Jan Adamus), Le Cercle de l’Harmonie (Jérémie Rhorer), La Guilde des Mercenaires (Adrien Mabire) und Weser-Renaissance (Manfred Cordes).

In seiner Freizeit verköstigt er seine Freunde mit Tapas und mediterrane Delikatessen.

Carla Linné

Violine

Carla Linné erhielt für ihr Violinspiel entscheidende Impulse von Sirkka-Liisa Kaakinen an der Hochschule für Künste in Bremen. Sie schlossdieses Studium mit dem Künstlerischen Diplom ab und arbeitet als freischaffende Musikerin in Ensembles unterschiedlicher Besetzung im In- und Ausland.

Während des Studiums in Bremen begann sie sich für Historischen Tanz, besonders Barocktanz, zu interessieren. Sie erhielt ihre Ausbildung in Bremen bei Jürgen Schrape.

Ihr drittes großes Interesse gilt dem Geigenbau, besonders dem historischen Geigen- und Bogenbau. Auch dies machte sie zum Beruf und baute schon historische Bögen aller Art für alle historischen Streichinstrumente.

Durch die Verknüpfung der musikalischen mit der tänzerischen und der handwerklichen Ausbildung ergeben sich neue spannende Aspekte der Aufführungspraxis, z.B. auf der Bühne zwischen Tanz und Musik zu wechseln, Tänze musikalisch aus dem Tanzen heraus zu begreifen, für musikalische Interpretationen instrumentaltechnische Gegeben-heiten mit einzubeziehen.

Josquin Piguet

Zink

In Lausanne (CH) geboren, hatte Josquin Piguet schon früh Kontakt mit unterschiedlicher Musik, vor allem des Renaissance und des Barock. Dies führte dazu, dass er Zink und Naturtrompete an der Schola Cantorum Basiliensis und dann am Institut für Alte Musik der Haute Ecole de Musique de Genève in den Klassen von Bruce Dickey, Jean-François Madeuf und William Dongois studierte. Er arbeitet mit verschiedenen Ensembles in der Schweiz und in Deutschland.

Clemens Schlemmer

Dulzian

Zahlreiche Aufnahmen mit der Cappella Sagittariana Dresden wie auch dem Dresdner Barockorchester repräsentieren die Spielfreude Clemens Schlemmers auf dem Bass- wie auch Tenor-Dulcian. Ganz aktuell die „Canzoni Fantasie“ der Musicalischen Schlemmerey, erschienen bei PaschenRecords.

Eine breite Auswahl barocker Produktionen mit der Akademie für alte Musik Berlin, dem Dresdener Barockorchester, La Banda Augsburg oder auch der Kölner Akademie zeigen einen Teil seiner Möglichkeiten auf dem Barockfagott. Der ganz besondere Reiz liegt jedoch beim barocken Kontrafagott.

Das letzte Bindeglied zum modernen Fagott, mit welchem Clemens Schlemmer neben seiner Tätigkeit als Solo-Kontrafagottist der Norddeutschen Philharmonie Rostock eine Vielzahl von Konzerten mit dem DSO Berlin, wie auch verschiedene Konzerte mit den Berliner Philharmonikern bestritten hat, stellt das romantische Fagott dar. Diese Lücke ist nun geschlossen. Auch damit werden Sie Clemens Schlemmer auf seinen musikalischen Wegen begegnen können.

Christine Vogel

Viola da Gamba

Christine Vogel widmet sich der Alten Musik auf dem gesamten Spektrum der tiefen Streichinstrumente. Sie studierte Viola da gamba, Violone und historischen Kontrabass an der HfMDK Frankfurt am Main bei Heidi Gröger und Prof. Dane Roberts. Ihre künstlerische Exzellenz wurde unter anderem durch ein Stipendium der Frankfurter Bachkonzerte gewürdigt.

Parallel zu ihrer Ausbildung schloss sie ihr Masterstudium der Musikwissenschaft mit Auszeichnung ab. Diese tiefe theoretische Fundierung prägt ihr Profil: So lehrte sie 2018/19 als Lehrbeauftragte an der HMT Leipzig und ist heute als Dramaturgin, Moderatorin und Autorin tätig – unter anderem für das Musikfest Eichstätt.

Ihre Konzerttätigkeit führt sie mit Ensembles wie den Frankfurter Barocksolisten zusammen und umfasst zahlreiche Opernproduktionen (u.a. unter Simone Di Felice). Christine Vogel ist zudem eine leidenschaftliche Vermittlerin: Ob bei Museumsführungen, in Schulprojekten oder im Instrumentalunterricht – ihr Ziel ist es, die lebendige Verbindung von Forschung und Spielpraxis für ein breites Publikum erfahrbar zu machen.

Christine Vogel

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